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Willkommen zur Sonderseite der Winter Deaflympics in Vysoké Tatry in Slowakei
14. Februar 2011
Offizielles Statement des Präsidenten
Mit großem Entsetzen haben wir am Freitag, 11.02.2011 erfahren, dass der Internationale Verband für Gehörlosensport (ICSD) die Winter-Deaflympics, die am 18.02.2011 eröffnet werden sollten, abgesagt hat (offizielle Mitteilung:
www.deaflympics.com/news/pressreleases.asp?ID=1542 . Eine einmalige Situation in der langen Geschichte des internationalen Gehörlosensports. Bereits im April 2010 wurden die Spiele zum ersten Mal abgesagt, da es finanzielle Probleme beim Ausrichter gab. Die Verantwortlichen des ICSD bestätigten jedoch nach einer neuerlichen Inspektionsreise im Mai 2010, daß die Spiele durchgeführt werden können. Im Oktober 2010 inspizierte das ICSD die Örtlichkeiten erneut und gab bekannt, dass der Austragung der Deaflympics nun nichts mehr im Wege steht.
Nicht nur die deutsche Delegation, sondern Teilnehmer aus 25 Ländern, die jetzt alle schockiert sind - ein Team ist bereits am 10.02.2011 in der Slowakei angereist - haben sich seit mehr als einem Jahr intensiv auf dieses Großereignis vorbereitet. Für alle gehörlosen Sportler, Trainer und Betreuerstäbe ist die Absage der Spiele eine Katastrophe. Wochenlanges Training, Verhandlungen mit Arbeitgebern zur Freistellung und der Verzicht auf ein Privatleben in den letzten Tagen werden jetzt nicht belohnt.
Der DGS hat seinen Zuwendungsgeber - das BMI - umgehend informiert. Das Präsidium bemüht sich zurzeit um Aufklärung und Schadensbegrenzung, ist jedoch auf die wenigen Informationen auf den Websites www.deaflympics.com, www.2011deaflympics.org angewiesen.
Zurzeit kann das Präsidium des DGS seine Sponsoren und Ausrüster nur um Verständnis und Geduld bitten, bis alle Umstände geklärt sind und eindeutige Informationen vorliegen.
Karl-Werner Broska
Präsident
Neu
Offizielles Interview mit ICSD-Präsident Craig A. Crowley auf:
vimeo.com
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Vorwort
Die slowakischen Orte Strbskè Pleso, Jasna und Poprad im Gebiet um VysokéTatry (Hohe Tatra) stehen vom 19.-26. Februar 2011 im Zeichen der 17. Winter-Deaflympics, zu denen der Deutsche Gehörlosen-Sportverband eine kleine, jedoch hoffnungsvolle Alpin-Mannschaft entsendet.
Alle Sportler und Funktionäre, die sich in den letzten Monaten intensiv auf dieses sportliche Großereignis in der Gehörlosenwelt vorbereitet haben, sind sich bewusst, dass es schwierig sein wird, eine oder sogar mehrere Medaillen für Deutschland zu erringen. Aber unsere Alpin-SportlerInnen waren in den vergangenen Jahren für manche Überraschungen gut und werden gewiss ihr ganzes sportliches Potential ausschöpfen, um bei diesem größten internationalen Wintersport-Event der Gehörlosen zu den Besten zu zählen.
Die Teilnahme unserer Mannschaft wäre ohne die Hilfe des Bundesministeriums des Inneren nicht möglich. Unser Dank gilt der Bundesregierung und den Personen, die uns immer großzügig entgegenkommen. Wir erhoffen uns auch weiterhin Verständnis für die besondere Problematik im Gehörlosensport und eine angemessene Förderung unseres Sportverbandes durch die Bundesregierung.
Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband tritt die Reise in die benachbarte Slowakei mit einer relativ jungen Mannschaft an. Ob es dem erfahrenen Rennläufer Matthias Becherer noch einmal gelingt, die deutschen Farben würdig zu vertreten? Vielleicht können auch unsere jungen Läuferinnen und Läufer ein Wörtchen mitreden. Sportbegeisterte deutsche Gehörlose, die Familien der Nominierten und ihre Freunde drücken jedenfalls ganz fest die Daumen und unsere guten Wünsche begleiten die kleine Mannschaft mit den Offiziellen, Trainern, Physiotherapeutin und Servicemann in die Slowakei.
Vom 16. - 18. Februar 2011 vertrete ich als Präsident des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes zusammen mit dem Generalsekretär Winfried Wiencek den DGS beim 43. ICSD-Kongress in Stary Smokovec / Vysoké Tatry.
Karl-Werner Broska, Präsident,
Chef de Mission
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"Deaflympics" - was sind sie und warum gibt es sie?
Bekannt in aller Welt sind die Olympischen Spiele und im Bereich des Behindertensportes sind den meisten Menschen auch die Paralympics mehr und mehr ein Begriff. Weniger bekannt dagegen sind die Deaflympics, die Olympischen Spiele der Gehörlosen, sowie die Special Olympics der geistig Behinderten.
Was sind die "Deaflympics"?
Schon 1924, also lange vor den Paralympics, wurden die ersten damals noch Gehörlosen-Weltspiele genannten Deaflympics in Paris durchgeführt. Seit 2001 sind die Deaflympics vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als die Spiele der Gehörlosen anerkannt und dürfen offiziell in ihrem Namen die Bezeichnung "Olympics" tragen mit eigenem dazu gehörigem Emblem. Das Auswahlverfahren und die Vergabe der Spiele gleicht dem Verfahren des IOC, nur finden sie immer ein Jahr nach den olympischen und paralympischen Wettbewerben statt.
Zu den Sommer-Deaflympics werden seit 1949 wie auch bei den Hörenden die Winter-Deaflympics im gleichen Turnus um zwei Jahre verschoben durchgeführt.
Seit den ersten Spielen 1924 mit 9 Nationen und 148 Teilnehmer steigerten sich nach und nach die Teilnehmerzahlen. In Rom 2001 schrieben die 19. Sommer-Deaflympics mit 2.217 Aktiven aus 68 Ländern Rekordzahlen. Die Spiele 2009 in Taiwan brachten mit 2493 Teilnehmern aus 77 Nationen eine weitere Steigerung. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei den Winter-Deaflympics.
Deutsche Sportlerinnen und Sportler waren 1924 bei den ersten Spielen noch nicht dabei, obwohl der Gehörlosensport in Deutschland bereits seit 1910 Tradition hatte und der Deutsche Gehörlosen-Sportverband damit die älteste Behinderten-Sportorganisation hierzulande ist. Seit den Weltspielen 1928 in Amsterdam ist Deutschland regelmäßig bei diesem Höhepunkt in der Karriere jedes hörbehinderten Kadersportlers vertreten.
Warum gibt es die Deaflympics?
Der Ablauf der Spiele ist vergleichbar mit den Olympischen Spielen und den Paralympics (hier jedoch ohne Einteilung in Schadensklassen - grundsätzliche Voraussetzung für die Teilnahme eines Athleten ist ein Hörverlust von mindestens 55dB auf dem besseren Ohr) und es gelten im Allgemeinen die Regeln der internationalen hörenden Spitzenverbände. Lediglich in einigen Punkten, die speziell die Gehörlosigkeit betreffen, können diese Regeln abgewandelt oder ergänzt werden - wie z.B. der Ersatz von akustischen Signalen durch visuelle Signale beim Start.

Durch die eigene Kommunikationsform der Betroffenen, die auf visueller Vermittlung und optischer Wahrnehmung beruht, ergeben sich besondere Voraussetzungen und Anforderungen an die Sportler. Ihnen fehlen akustische Informationen, die Hörenden zusätzlich zu den visuellen zur Einschätzung einer Situation zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich um Details wie z. B. die Beschaffenheit eines Untergrundes beim Ski-Sport, die Art, wie ein Ball beim Tennis oder Tischtennis geschlagen wird, der Schuss aus der Startpistole, den sie nicht hören oder das Zurufen zwischen den Teammitgliedern bei Mannschaftssportarten. Dazu kommt der Umstand, dass gehörlose Kinder meistens viel später an den Sport heran geführt werden als hörende, so dass in den wichtigen Entwicklungsphasen der unmittelbare Zusammenhang zwischen Höreindruck und Bewegung nicht genutzt werden kann.
Gehörlose haben durch die Art ihrer Behinderung eine eigene Kultur mit eigener Sprache entwickelt. Für Außenstehende immer wieder faszinierend ist die Feststellung, dass über nationale Grenzen hinweg eine Verständigung für Gehörlose untereinander fast problemlos ist, so dass sie eine in sich geschlossene Gruppe bilden. Daher wurden eigene Gehörlosen-Sportveranstaltungen, der "Gehörlosensport" ins Leben gerufen.
Er ermöglicht nicht nur sportliche Begegnungen auf gleichem Niveau sondern bietet den Beteiligten auch viel mehr als im hörenden Sport Möglichkeiten, sich sozial und kulturell mit Menschen anderer Nationen auszutauschen.
Fazit:
Die Zahl der Teilnehmer an diesen Großveranstaltungen im internationalen Gehörlosensport ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig angestiegen und weltweit hat der Gehörlosensport an Bedeutung gewonnen. Es werden in vielen Sportarten Höchstleistungen erbracht. Die deutschen Sportler erkämpften sich 2007 in Salt Lake City mit insgesamt 2 Gold- und 1 Silbermedaille den 5. Platz in der Nationenwertung. In den noch ausstehenden Monaten werden viele vorbereitende Maßnahmen stattfinden und es werden erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Platz in der Weltspitze zu halten.
Die Deutsche Delegation wird 2011 vom 2fachen Goldmedaillengewinner Matthias Becherer angeführt. Weiterhin befinden sich einige junge Talente im Team, denen Medaillenchancen eingeräumt werden. Finanziert wird die Teilnahme der deutschen Mannschaft aus Mitteln des Bundesministeriums des Inneren für die Förderung des Leistungssports.
Weitere Infos können Sie über www.2011deaflympics.org abrufen.
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Fakten
Nach Einführung der Sommer –Deaflympics 1924, oder früher Weltspiele der Gehörlosen genannt, fanden erstmals 1949 auch Winter-Deaflympics, mit einer Ausnahme 1955, in regelmäßigen Abständen, immer im Folgejahr zu den Olympischen Spielen der Hörenden statt.
Sie sind in ihrer Art, die ältesten Veranstaltungen im Behindertensport.
Deutschland nahm zum ersten Mal 1953 in Oslo mit 4 Teilnehmern (Gustav Eder, Erwin Öxler, Georg Scholz und Erwin Willerer) an diesem Wintersport-Event teil.
Zwei Mal, 1955 in Oberammergau und 1967 in Berchtesgaden, war Deutschland selbst Gastgeber für die gehörlosen Wintersportler aus aller Welt.
Zu den 17. Winter - Deaflympics 2011 in Vysoké Tatry in der Slowakei haben 25 Nationen insgesamt 438 Sportlerinnen und Sportlern gemeldet.
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Wettkampfplan
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Wettkampfstätten
Vysoké Tatry ist der Name einer Stadt in der Nordslowakei (Prešovský kraj) in der Hohen Tatra mit etwa 4600 Einwohnern. Vysoké Tatry heißt auf deutsch "Hohe Tatra".
Die Stadt wurde 1990 unter dem Namen Starý Smokovec neu gegründet und 1999 in Vysoké Tatry umbenannt. Heute umfasst die Stadt 14 ehemals eigenständige Gemeinden. (Quelle Wikipedia)
Die 17. Winter-Deaflympics werden an verschiedenen Orten ausgetragen: Eröffnungs- und Abschlussfeier im Skisprungstadion Štrbské Pleso. Hier finden auch die Wettbewerbe im Snowboard statt.
Traditionell finden auch wieder die Wettbewerbe im Ski-Alpin statt. Austragungsort wird Jasna sein. Für die Wettbewerbe Slalom, Riesen-Slalom, Kombination, Abfahrtslauf und Super-G haben 16 Nationen mit 74 Teilnehmern gemeldet.
Zu den Snowboardwettbewerben haben 71 Teilnehmer aus 14 Nationen gemeldet. Ausgetragen werden die Wettbewerbe im Parallel Riesenslalom, in der Halfpipe und im Cross-Rennen am Hang Inter-Ski in Štrbské Pleso, nahe dem Hotel FIS.
In unmittelbare Nähe finden auch die die Langlauf-Wettbewerbe statt. Austragungsort ist der Snow Park FIS. Teilnehmen werden 12 Nationen mit 66 Teilnehmern.
Das Deaflympische Eishockeyturnier findet im Winter Stadion in Poprad statt. Teilnehmen werden Finnland / FIN, Kanada / CAN, Russland / RUS, Slowakei / SVK und USA / USA mit insgesamt 138 Aktiven. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 4500 Zuschauern.
Zum 2.Mal stehen bei den Winter-Deaflympics die Curling-Wettbewerbe auf dem Programm. Insgesamt haben 9 Nationen (Herren und 7 Nationen (Frauen) mit 70 Teilnehmern gemeldet. Die Wettkämpfe finden statt im Winter Stadium Liptovský Mikuláš.
Der Hotelkomplex GRAND HOTEL BELLEVUE befindet sich in der ältesten Siedlung von Hohen Tatra - Starý Smokovec - in der Meereshöhe von 1 010 m am Fuß von Slavkovský Spitze, am Ort, der "Schöne Aussicht" benannt wurde. Hier findet der 3tägige Kongress des ISCD statt.
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Technische Regularien
Informationen zu den technischen Regularien:

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Nominierungen
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Förderer & Sponsoren
Die VARTA Microbattery drückt der deutschen Nationalmannschaft im Alpin-Ski die Daumen

Die VARTA Microbattery GmbH ist stolz darauf, dieses Jahr die Spitzensportler der deutschen Nationalmannschaft im Alpin-Ski zu sponsern. In der Wirtschaft und im Sport geht es gleichsam darum, sich im Wettkampf der Besten zu behaupten, während man die eigene Position stärkt und erhält. Als ein führender, internationaler Batteriehersteller im Bereich der Mikrobatterien, verteidigt die VARTA Microbattery Ihre Markt- und Innovationsführerschaft für Hörgerätebatterien. Mit Teamgeist und Begeisterung ist es uns als einzigem Hersteller gelungen, eine wiederaufladbare Hörgerätebatterie zu entwickeln. Ohne Begeisterung schlafen die besten Kräfte in uns ein. Wir wünschen dem Team der deutschen Nationalmannschaft eine begeisterungsgeladene Zeit und werden unsererseits die Spiele mit Begeisterung verfolgen. Wir sind überzeugt, dass die deutsche Alpin-Skimannschaft die Kraft und die Muskeln hat, für den Weg nach ganz oben auf dem Siegerpodest. Wir wünschen unserer Mannschaft viel Erfolg!
Herbert Schein
Geschäftsführer / CEO
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Ausstatter
Das Sportfachgeschäft Sport Bauer in Pfaffenhofen lieferte uns die komplette Ausrüstung und unterstützte unsere Athleten im Hinblick auf die 17. Winter-Deaflympics in der Slowakei
Weitere Bekleidung und Ausrüstung für die Alpin-Nationalmannschaft des DGS lieferten:
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Organisationsplan